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Kühl-Glossar - Begriffserklärungen rund um das Thema Kühlung

Explosionsgeschützte und funkenfreie Geräte

Explosionsgeschützte oder funkenfreie Geräte weisen einen Innenraum auf, der frei von Zündquellen ist.

Dieses darf nicht mit Geräten verwechselt werden, die in explosionsgeschützten Bereichen aufgestellt werden sollen.
Solche Geräte sind ebenfalls am Markt erhältlich - allerdings vertreiben wir keine solchen Kühlschränke oder Truhen.

Im folgenden stellen wir Ihnen kurz zwei Richtlinien vor, nach denen sich die Hersteller von Ex-geschützten Geräten richten.

Welcher Richtlinie die jeweils für Sie interessanten Geräte entsprechen, entnehmen Sie bitte der Beschreibung des jeweiligen Gerätes oder sprechen Sie uns an.

ATEX Produktrichtlinie 94/9/EG

Die ATEX Produktrichtlinie 94/9/EG (auch inoffiziell als "ATEX 95" bezeichnet, wegen des relevanten Art. 95 des EG-Vertrages über den freien Warenverkehr) des Europäischen Parlaments und des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen legt die Regeln für das Inverkehrbringen von Produkten fest, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Mit dieser Richtlinie wurden erstmalig auch die nicht-elektrischen Geräte mit einbezogen. So können z. B. drehende Kupplungen durch unzulässige hohe Erwärmung zu Zündgefahren führen.

Zweck der Richtlinie ist der Schutz von Personen, die in explosionsgefährdeten Bereichen arbeiten. Die Richtlinie enthält in Anhang II die grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen, die vom Hersteller zu beachten sind und durch entsprechende Konformitätsbewertungsverfahren nachzuweisen sind.

Nach dem 30. Juni 2003 dürfen nur noch solche Geräte, Komponenten und Schutzsysteme in Verkehr gebracht werden, die der ATEX Produktrichtlinie 94/9/EG entsprechen. Diese Europäische Richtlinie wurde in Deutschland durch die Explosionsschutzverordnung (11. GPSGV) in nationales Recht umgesetzt.

Gerätegruppen

Gerätegruppe II
Geräte zur Verwendung in den übrigen explosionsgefährdeten Bereichen
Kategorie 1 Kategorie 2 Kategorie 3
Gefahr ständig, häufig oder über längere Zeit gelegentlich selten und kurzzeitig
Anforderung sehr hohe Sicherheit hohe Sicherheit normale Sicherheit
Zone Zone 0 Zone 20 Zone 1 Zone 21 Zone 2 Zone 22
Stoffgruppe G D G D G D

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel ATEX aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Richtlinien für Laboratorien BGR 120 (vormals ZH 1/119) des Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften

3.8.1 Kühlschränke und Kühltruhen

In Innenräumen von Kühlschränken und Kühltruhen, in denen sich gefährliche explosionsfähige Atmosphäre entwickeln kann, dürfen keine Zündquellen vorhanden sein.

Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre kann sich z.B. aus offenen oder undichten Gefäßen mit brennbaren Flüssigkeiten entwickeln. Bei Kühlschränken und Kühltruhen in Normalausführung lassen sich Zündquellen vermeiden, wenn Leuchten und Lichtschalter abgeklemmt sind sowie Temperaturregler mit einem eigensicheren Stromkreis versehen sind. Die Abtauautomatik muß außer Betrieb gesetzt sein. In Kühlschränken mit Abtauautomatik muß die abgetaute Flüssigkeit in ein Auffanggefäß im Innenraum umgeleitet werden. Das Auffanggefäß ist bei Bedarf zu entleeren. Arbeitet die Abschaltautomatik im Innenraum mit einer Heizung, muß diese außen abgeklemmt werden. Der Kühlschrank muß durch Abschalten und Türöffnen abgetaut werden. Wanddurchführungen sind mit Silicon oder ähnlichem zu verschließen.

Praxisanwendung:

Die meisten unserer als "ex-geschützt" oder "funkenfrei" ausgezeichneten Geräte erfüllen die folgenden Punkte:

  • Keine Zündquellen im Innenraum
  • Fugenfreier Innenraum (nicht bei allen funkenfreien Schränken)
  • Keine automatische Abtauung


Damit erfüllen Sie die BGR 120 Richtlinie

Ob dieses vom Hersteller bescheinigt wird oder ob der Hersteller auch noch "ATEX 95" bescheinigt, entnehmen Sie bitte der Beschreibung, bzw. sprechen Sie uns an.

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Klimaklasse

Eine Klimaklasse gibt einen Temperaturbereich an in dem ein Gerät oder Bauteil betrieben werden darf/sollte.

So wird bei Kühl-/Gefriergeräten die Klimaklasse in der Produkt-Information aufgeführt. Hier gibt es:

  • SN – (Erweiterte Norm) Umgebungstemperatur von + 10 °C bis + 32 °C (z. B. unbeheizter Keller)
  • N – (Norm) Umgebungstemperatur von + 16 °C bis + 32 °C -Normaltemperaturbereich-
  • ST – (Subtropen) Umgebungstemperatur von + 18 °C bis + 38 °C
  • T – (Tropen) Umgebungstemperatur von + 18 °C bis + 43 °C.

Hierzu gibt es die Norm DIN EN ISO 15502, Ausgabe:2006-01 Haushalt-Kühl-/Gefriergeräte - Eigenschaften und Prüfverfahren (ISO 15502:2005); Deutsche Fassung EN ISO 15502:2005.

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Kühlmittel

Kühlmittel sind gasförmige, flüssige oder feste Stoffe oder Stoffgemische die zum Abtransport von Wärme eingesetzt werden. Der Oberbegriff Wärmeträger umfasst neben Kühlmittel auch Heizmittel (Heizmedium) bzw. Kälteträger; die Zuordnung ist nicht immer eindeutig und wird nach Anwendungszweck bzw. Temperaturbereich getroffen. In technologischen Prozessen wird vorwiegend Wasser, Luft oder Thermalöl als Kühlmittel bzw. Wärmeträger verwendet. Die ökonomisch sinnvoll überbrückbaren Temperaturdifferenzen zwischen Umgebung und Kühlmittel betragen bei Luftkühlung ca. 40 Kelvin, bei Wasserkühlung ca. 10 Kelvin.

Kühlmittel-Temperaturen unterhalb der Umgebungstemperatur lassen sich nur durch mit geeigneten Kältemitteln betriebenen Kälteprozesse, auch Linksprozesse genannt, erreichen. Mit Kältemischungen lassen sich umgebungsunabhängige Kühlmittel-Temperaturen von bis zu unter −50 °C erreichen. Mit Trockeneis sogar bis zu −100 °C (zusammen mit Ether).

Je nach Anwendung kommen aber auch andere Stoffe, wie flüssige Metalle (Natrium), Salzlösungen, oder verflüssigte Gase (Wasserstoff, Helium) zum Einsatz.

Bei der spanenden Metallbearbeitung werden Kühlschmierstoffe eingesetzt, die eine zu starke Erhitzung des Werkzeuges durch die Reibung verhindern.

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Potentialfreier Kontakt

Ein potentialfreier Kontakt dient der Übertragung eines Zustandes zwischen elektrischen Geräten. Der Kontakt wird üblicherweise über ein Relais oder Optokoppler realisiert.

Dabei werden die elektrischen Stromkreise der zu verbindenden Geräte galvanisch voneinander abgekoppelt. Diese Lösung ist die einfachste und sicherste Methode um z.B. digitale Datenpunkte elektrisch zu übertragen.

Bei anderen Übergabeverfahren, z. B. der S0-Schnittstelle, muss beim Anschluss auf die Polung der Kontakte, die richtige Erdung, die Spannung (Gleichstrom/Wechselstrom) und den Stromfluss geachtet werden. Durch die elektrische Kopplung der Geräte kann bei Fehlfunktionen des einen Gerätes das andere Gerät leicht gestört bzw. zerstört werden.

Daher ist in der industriellen Automatisierungstechnik und der Gebäudeautomatisierung dies auf Feldebene die bevorzugte Übertragungsart zwischen zwei Geräten.

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Praxisanwendung:

Der Potentialfreie Kontakt gibt einen Alarmzustand an die hauseigene Alarmanlage weiter (z.B. zum Pförtner o.ä.).

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Türanschlag

links - rechts

Die Anschlagseite ist die Seite einer Tür, an der das Band (Scharnier) angeschlagen (befestigt) ist. Stellt man sich auf diese Seite und befinden sich die Bänder an der linken Seite der Tür, dann handelt es sich um eine links angeschlagene Tür. Befinden sie sich rechts, so ist es eine rechts angeschlagene Tür. Eine alternative Methode besteht darin, durch die Tür zu gehen, indem man die Tür „von sich weg“ öffnet. Ist der Türdrücker (Türgriff) dabei links, handelt es sich um eine links angeschlagene Tür, andernfalls um eine rechts angeschlagene Tür.

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Praxisanwendung:

Wenn Sie vor dem Schrank stehen und die Tür ist links befestigt, dann ist der Türanschlag links

Fehler und Änderungen vorbehalten. Die Abbildungen können teilweise von den tatsächlichen Geräten abweichen.

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